Tunnelübung auf der A70

08.09.2026
Feuerwehr
Als Teil der neuen Dispogruppe 2 für Atemschutzeinsätze im Autobahntunnel "Schwarzer Berg" hatten wir die Gelegenheit die wegen Wartungsarbeiten geschlossene Südröhre und die Betriebszentrale zu besichtigen.

Ursprünglich war sogar eine Einsatzübung für die Atemschutzgeräteträger geplant, die auch den Einsatz von Wasser in dem über 700m langen Tunnel der A70 bei Eltmann vorsah. Da dies aufgrund der Wartungsarbeiten kurzfristig doch nicht möglich war, entschied man sich für eine Führung durch die Örtlichkeiten inkl. der für die Rettungskräfte notwendigen Anlagen und Geräte. Beginnend am Bereitstellungsplatz unter der Autobahnbrücke am östlichen Tunnelausgang ging es weiter in die Betriebszentrale bei Limbach, wo alle Steuerungs- und Überwachungsanlagen zusammenlaufen. Dort sind auch eine Notstromversorgung sowie ein 100 m³ Löschwasserreservoir für die Hydranten im Tunnel angesiedelt. Über mehrere Notauffahrten lassen sich alle vier Tunnelportale direkt erreichen und im Falle eines Brandes stehen dann in jeder der beiden Röhren in regelmäßigen Abständen 7 Feuerlöschnischen mit Hydrant, Schläuchen, Strahlrohren und Armaturen zur Verfügung, die von den eingesetzten Feuerwehrleuten genutzt werden können. Außerdem sind in den Tunnels noch zahlreiche Feuerlöscher sowie Notrufzellen vorhanden. Über drei große "Durchschläge" ist es außerdem möglich, in die andere Tunnelröhre zu gelangen und diese als Flucht- und Versorgungsweg zu nutzen. 

Bei größeren Bränden, die viele Atemschutzgeräteträger benötigen, können in Zukunft die beiden Dispogruppen direkt über die Leitstelle alarmiert werden. Die Feuerwehren in den Gruppen stammen dabei aus über den gesamten Landkreis verteilten Orten und nicht alle aus einer Gegend, damit im Ernstfall in diesen Gebieten noch genügend andere Feuerwehren die Grundsicherung gewährleisten können.